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Beratung in Vorsorgefragen
Erklärung der FUNUS Stiftung zur Verwertung des Zahngoldes Verstorbener

Was wird aus mir, wenn ich alt bin?
Was, wenn ich aufgrund Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr in der Lage bin, meine Angelegenheiten selbst zu besorgen?

Jeder von uns ist für die Erledigung seiner täglichen Angelegenheiten selbst verantwortlich. Ist jemand hierzu nicht mehr in der Lage, etwa weil er an einer altersbedingten Demenz oder nach einem Unfall an einer schweren körperlichen Behinderung leidet, kommt die Anordnung einer Betreuung durch das Betreuungsgericht in Betracht.
Mit Anordnung der Betreuung steht der Betreute unter dem Schutz des Staates. Dadurch, dass der Betreuer in vielen Fällen der Genehmigung des Betreuungsgerichts bedarf und auch sonst unter der Aufsicht des Betreuungsgerichts steht, sind die Möglichkeiten eines Missbrauchs der Vertretungsmacht durch den Betreuer weitestgehend ausgeschlossen.

Dennoch ist eine Betreuung nicht immer die beste Lösung für den Hilfebedürftigen. Zum einen kann dies in der Person des Betreuers liegen, etwa wenn der Betreute zu diesem vor der Hilfebedürftigkeit in keinem guten Verhältnis stand. Dieser Fall kann aber schon im Vorfeld durch eine sog. Betreuungsverfügung ausgeschlossen werden.

Zum anderen ist das Betreuungsverfahren sehr formal und damit mitunter auch sehr schwerfällig, was für den Betroffenen nachteilig sein kann, etwa wenn er Inhaber eines Unternehmens oder Eigentümer eines Mietshauses ist; in diesen Fällen muss oft schnell entschieden werden. Ferner kann es für den Ehegatten entwürdigend sein, sich bei wichtigen Fragen an den Betreuer wenden zu müssen. In diesen Fällen kann eine Vorsorgevollmacht helfen.

Mit einer Patientenverfügung kann jeder Mensch bereits in „gesunden Tagen“ Regelungen treffen, die im Falle einer Krankheit von den Angehörigen und den Ärzten zu beachten sind. So kann beispielsweise verbindlich geregelt werden, dass dereinst keine lebenserhaltende Maßnahmen („Apparatemedizin“) ergriffen werden.

In der Anlage finden Sie Muster-Formulare zur Betreuungsverfügung und zur Vorsorgevollmacht. Auf ein Formular zur Patientenverfügung wird hingegen verzichtet: Die individuellen Gründe, die einer Patientenverfügung zugrunde liegen können, sind zu vielschichtig, als dass sie sich in einem Formular einbringen lassen. Da es um Fragen nach Leben und Tod geht, sollten diese einzellfallabhängig beantwortet werden.
Gleichwohl weisen wir darauf hin, dass das Bundesministerium der Justiz unter http://www.bmjv.de/DE/Themen/Gesellschaft/Patientenverfuegung/_doc/_doc.html Textbausteine für eine Patientenverfügung anbietet.

Bei Fragen zu den Themen Betreuungs- und Patientenverfügung sowie Vorsorgevollmacht bieten wir Beratung durch einen Rechtsanwalt an. Für Mitglieder des Mitteldeutschen Feuerbestattungsvereins ist die Beratung kostenlos.

Rufen Sie uns an: 01 80 - 2 63 33 28
(0,06 € / Anruf aus dem Festnetz, Mobilfunk höchstens 0,42 € / Min)

15.12.2018 | Aktuelle Seite: Hilfe und Beratung / Beratung in Vorsorgefragen /  © 2009 Mitteldeutscher Feuerbestattungsverein e.V. top ^