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Erklärung der FUNUS Stiftung zur Verwertung des Zahngoldes Verstorbener

"Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."
(Konfuzius)

15.11.2012: Cellesche Zeitung berichtet über Eröffnung des Informationszentrums in Wienhausen

Artikel Cellesche Zeitung zur Eröffnung des Informationszentrums in Wienhausen

Quelle: Cellesche Zeitung vom 07.11.2012 - Autor: Joachim Gries

21.03.2012: Erklärung der FUNUS Stiftung zur Verwertung des Zahngoldes Verstorbener

In der jüngsten Vergangenheit sind verschiedene kommunale Krematorien dazu übergegangen, im Rahmen der Feuerbestattung vor allem das Zahngold der Verstorbenen auszusondern und zu verkaufen, um mit dem so erzielten Erlös die Gebührensätze zu reduzieren. Diese Praxis wird von den betreffenden Einrichtungen in keiner Weise kritisch hinterfragt; vielmehr wird der Umstand der Kostensenkung als hinreichende Rechtfertigung gewertet.

Aus der Sicht der FUNUS Stiftung ist das beschriebene Vorgehen weder ethisch vertretbar, noch rechtlich zulässig. Die tradierten Werte der deutschen Bestattungskultur gehen ebenso wie allgemeine moralisch-ethische Vorstellungen davon aus, dass – ungeachtet individueller Verfügungsrechte an Kremationsrückständen – der Staat den Verstorbenen nicht "wirtschaftlich verwerten" darf. Dies gilt auch dann, wenn das Ziel der Gebührenreduzierung als solches durchaus zu begrüßen ist. Denn die oftmals beschworene "Gemeinschaft der Toten" dient ausschließlich als Grundlage für einen besonders hohen postmortalen Schutzstandard, kann aber nicht umgekehrt dahingehend fehlinterpretiert werden, dass der einzelne Verstorbene im Interesse Dritter "verwertet" werden dürfte.

Diese Einschätzung deckt sich mit der insoweit völlig eindeutigen rechtlichen Bewertung: Die Entnahme von Zahngold ohne entsprechende ausdrückliche Erklärung des Verstorbenen bzw. der bestimmungsberechtigten Angehörigen verletzt nicht nur zivilrechtliche Verfügungsansprüche; es handelt sich vor allem auch um eine strafbare Handlung (Verwahrungsbruch, Störung der Totenruhe, Diebstahl). Nur am Rande sei darauf hingewiesen, dass es auch gebührenrechtlich nicht gestattet ist, das Zahngold einiger Verstorbener zur allgemeinen Gebührenreduktion zu verwenden.

Vor diesem Hintergrund weist die FUNUS Stiftung mit Nachdruck darauf hin, dass sie die beschriebene Handhabung weder für erstrebens- oder nachahmenswert, noch für rechtskonform hält.

(Quelle: http://www.funus-stiftung.de/stiftung/presse.html)

 

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